Manchmal, nur manchmal frage ich mich, wie weit Satire gehen darf (Die Antwort ist einfach.) und auch, wie weit Satire gehen sollte (Die Antwort ist auch einfach.). Hier also die Keller-Family als elektronische Postkarte bei der Titanik.
300.000 amerikanische Soldaten im Transit und auch Waffen, wie ich gerade bei Mephisto lese, allein im letzten Jahr. Was mir dabei Sorgen bereitet ist nicht, dass die Soldaten nicht in die Stadt kommen, was ganz sicher ein nicht zu verachtender Faktor im Touristengeschäft wäre, sondern vor allem, dass ich 1.) nichts über etwaige Folterlagerflüge via Leipzig lese, dass 2.) die Bevölkerung m. E. nicht ausreichend darüber informiert wurde, was 3.) schon allein deshalb geboten scheint, da die Stadt mit einem Militärflughafen sicher zu einem terroristischen Ziel werden könnte. Dazu kommt noch, dass ich mit Nachtflügen von normalen Reisenden oder der Wirtschaft (DHL et al.) gern leben möchte. Wenn ich dann aber durch von mir abzulehnende Militärflüge geweckt werde, fällt es mir schwer, das zu akzeptieren. Ganz dicken, fetten Minuspunkt für den Flughafen Leipzig und dessen Betreiber.
Zumindest gilt das dann, wenn man eine 0,58 mm starke bronzeumwundene Saite von C. F. Martin & Co. kaufen möchte. Ich hatte noch eine Packung frischer Saiten, allerdings ohne entsprechende G-Saite und wollte nur ergänzen. Aber das geht nicht, denn einzeln reißen sie zwar aus irgendwelchen Gründen beim Aufziehen, werden so aber nicht verkauft. Schon das letzte Mal hatte ich das gleiche Problem mit einem unvollständigen Set. Damals kaufte ich mir ein komplette Packung und entnahm nur die benötigte G-Saite. Fehlende G-Saiten ziehen sich bei mir, sozusagen, durch meine Saiten-Geschichte. Immer fehlt die, die ich beim letzten Mal aus dem Set genommen hatte, und nie bekomme ich sie einzeln. Natürlich könnte ich auch einfach einmal die neuen E-, A-, D-, H- und E-Saiten entsorgen und einen Neustart beginnen; schon alleine, um mich nicht mehr über diese Situation des andauernden G-Mangels zu ärgern. Aber zum Wegschmeißen sind sie zu schade. Vielleicht spende ich sie auch der Musikschule…
Gar nicht schlecht finde ich “Verschwende deine Zeit (Gisberts Blues Nr. 135)” von Gisbert zu Knyphausen. Aber vielleicht liegt das nur an der aktuellen Stimmung.
Kati meint, dass die großen Serviceunterschiede zwischen Privat- und Kassenpatienten in Leipzig–ich erzählte ihr vom ersten Anruf bei meiner Orthopädin (privat:nächste Woche, Kasse:in drei Monaten)–daher kämen, dass so wenige Menschen hier privat versichert seien, was mir sofort einleuchtete. Auch hier ein Art Almendeproblem. In Leipzig warten jedoch nicht nur Privatversicherte noch nicht, sondern auch die Vertreter der Pharmaunternehmen. Zumindest ist das bei meiner Hausärztin so, auch wenn sie sie nicht sofort ins Sprechzimmer ruft. Am Montag stand es bei Frau Z. in der Kochstraße 5:4. Also fünf wartende Patienten vs. vier wartende Pharma-Vertreter. Zwei von denen, eine Dame, die mir das ideale Bild zum Eintrag “ungainly” in einem Bildwörterbuch des Englischen zu sein schien, und ihre Kollegin, eine aufgetakeltes Schiff, gehörten zusammen und entschieden sich für die mittlere Variante einer Reihe möglicher Vorgehensweisen in gefüllten Wartezimmern: die Mittelschnelle, bei der man die Ärztin vor dem Sprechzimmer abfängt und ihr fünf Minuten nimmt. Ein Herr, der mit seinem Subsubnotebook neben mit sitzend “zauberte” (so nannte das die recht formlose Dame)–ja, man kennt sich gut in der Szene–hatte sich indes für die lange Variante entschieden: Er würde es aussitzen bis er an die Reihe kam. Der letzte, ein Typ vom Schlage eines Agraringenieurs, kam zuletzt, entschied sich für den schnellen Weg, indem er nur eine Broschüre hinterließ, und eile alsbald, seine Kollegen kaum gewürdigt habend wieder davon. Vier von neun hatten also die Wahl. Der Rest saß bis zum bitteren Ende.
Es ist schon ein ganz großer Mist, wenn einem das Blog gerade dann zerhackt wird, wenn man mit Fieber im Bett liegt. Zeichen des dräuenden Unheils gab es indes schon länger. Hätte ich nur einmal eher reagiert! Beim Heldenstadt-Treffen neulich tönte ich noch mit meinem veralteten Wordpress und meinte auf die Hinweise zu den Sicherheitslücken nur, dass niemand mehr ein WP 2.0 hacken würde. Geirrt. Aber da waren ja auch die anderen Zeichen. Leere Kommentare, zum Beispiel, die sich nicht aus dem Spamfilter löschen ließen. Als dann ein vor ewigen Zeiten im Suff geschriebener und seitdem in der Entwurfliste der Löschung harrender Eintrag ohne mein Zutun mit der Zugabe einiger Konsumempfehlungen veröffentlicht wurde, war es amtlich: dieses Blog wurde zerhackt. Meine Hoffnung, dass ich in Ruhe nach einer Lösung suchen könnte, zerschlug sich, als mir Besteckfachinlaufrichtung mitteilte, dass mein Feed nicht mehr funktioniere. Alles war betroffen. Alles. Alles also aus. *klick*
Was habe ich gelernt? Per Hand knapp 150 Spamzusätze aus den eigenen Texten zu löschen dauert auch halbautomatisch seine Zeit. 1&1 sind beim Einrichten schnell. Will man eine Datenbank löschen, oder auch eine Subdomain, dann kann man zwischenzeitlich schon einmal gut ausschlafen. Das aktuelle Wordpress ist viel cooler als das alte. Also zumindest von hinten. Vorne gibt es noch Unstimmigkeiten, die aber eher an einer schlechten Dokumentation des Stylesheets liegen. Und: Geht man mit einer Irin und einem Briten in den Johannapark grillen, kümmert man sich am besten um Wurst, Brötchen und Senf, nicht um den Grill, Wein oder die Gläser. Sonst muss man nämlich unter Umständen die Roster im süßen Labberbrötchen im Hot-Dog-Stil mit Ketchup essen, was eines echten Thüringers echt nicht würdig sein kann. Aber das ist eine ganz andere Geschichte…
Schwuppdiwupp ist das Blog wieder da, auch wenn diverse Teile erst sukzessive oder gar nicht auftauchen werden. Grund für die Länge der Down-Time ist 1&1, die offensichtlich ewig brauchen, eine Datenbank zu löschen.
Bei der New York Times gibt es eine Reihe (”Natural Linguistics”, “The Aliens”, “A New Year Greeting”, “Epistle to a Godson”, “Lines to Dr. Berk on the Occasion of His Retiring From General Practice”, “Friday’s Child”, “Now the leaves are falling fast . . .”, “The Fall of Rome”, “A Walk After Dark”, “Song of the Devil”, “Metalogue to the Magic Flute”, “Talking to Dogs”, “Talking to Mice”, “Talking to Myself”) seiner Gedichte als Real Media. Allerdings muss man sich anmelden, um die Daten einsehen zu dürfen.
Bei Poets.org gibt es “First Things First”, “Friday’s Child” und “On the Circuit” auf die Ohren.
Wenn man mag, kann man sich alternativ auch die CD “W. H. Auden” aus der Reihe Voice of the Poet besorgen.
…sehen so aus und riechen sehr stark. Aber bestimmt nicht so, wie man denkt, dass sie röchen, geht man von stark nach künstlichem Vanillearoma stinkenden Duftkerzen aus.
Na, das ist doch mal was: Da hat man eine Straße schon vor längerer Zeit zur Axel-Springer-Straße gemacht, weil dort die Menschen im Springer-Verlag anliegen, und nun ziehen andere nach und lassen einen Teil des Kochs sausen, um es dem Rudi Dutschke zu widmen. Geile Sache, weil sich nun auch die Widersacher im Straßenbild gegenüber stehen. Vielleicht wird man sich in Zukunft wundern, wie es dazu kommen konnte, dass man beide hier auf Namenebene gleichsetzt und ähnlich würdigt. Meines Erachtens werden Täter und Opfer selten so zusammen gebracht (Weitere Info in Wort und Bild beim Sender, den ich ab und an DDR2 nenne.).
…das Super-Angebot in der Mensa-Petersteinweg um 20 vor 2. Oh ja, und dann auch noch paniertes Seehechtfilet mit Dillkartoffeln ohne Dill - dafür mit Petersilie und Schnittlauch - und - auf Wunsch - brauner Soße. Ach ja, Salat gab es auch nicht mehr, was jedoch schon besser war als letztes Mal, als es zum Salat keine Brötchen mehr gab - das war aber schon kurz nach 12. Oder beim vorletzten Mal, als man mal für einen Tag den Brötchenpreis um 50 % angehoben hatte. … Derzeit esse ich lieber zu Hause. Vielleicht ist das auch wegen der maßlosen Überlastung der innenstädtischen Mensen das Ziel, denn, wie ich heute sah, ist die Welt in der Jahnallee noch in Ordnung, wenn man auch schon einmal Ratschläge für den Ernstfall gibt:
Bist du etwa auch gegen den furchtbaren “VIP-Flughafen” in Berlin (neuerdings a.k.a. “die Hauptstadt”)?
Am 27. April findet der erste Volksentscheid (nein, das ist noch kein Produkt Der Zeitung oder von eBay) Berlins statt. Mal kieken…
Schätze, dass die Berliner aus ähnlichen Gründen mit “nein” stimmen werden, aus denen die Leipziger seinerzeit mit “ja” (Stichwort “Stadtwerke”) gestimmt haben. (Ist Oberbürgermeister Jung noch immer im Amt? Wieso denn das? Unglaublich!)
Da habe ich mir also überlegt, wie man das Essen des Studentenwerks Oberfranken so richtig in Szene setzen könnte. Es ist aber gar nicht notwendig, da es schon jemanden gibt, der in dieser Tätigkeit seine Berufung gefunden hat. Lecker Bayreuther Mensaessen findet sich, leider nicht in Blogform, bei h@bl.